Nr. 44/2010 - 11.05.2010 - StatA MV - Statistisches Amt Mecklenburg-Vorpommern
Mit der heute erscheinenden ersten Querschnittsveröffentlichung des Statistischen Amtes im Jahr 2010 werden Daten der amtlichen Statistik für die aktuell vorliegenden Berichtsjahre mit Blick auf die jüngste Entwicklung Mecklenburg-Vorpommerns kompakt und übersichtlich, ergänzt mit Tabellen und Grafiken, qualifiziert kommentiert.
Breiten Raum nimmt die Beschreibung von Tendenzen im Land selbst, aber auch im Vergleich zu anderen Ländern ein. Das betrifft vor allem die Auswirkungen der weltweiten Finanz- und Wirtschaftskrise auf Mecklenburg-Vorpommern.
Das Bruttoinlandsprodukt sank 2009 gegenüber 2008 preisbereinigt um 2,3 Prozent, im gesamtdeutschen Durchschnitt jedoch um 5,0 Prozent. Stark von der Krise betroffen war das Verarbeitende Gewerbe, das um 10,6 Prozent auf einen Anteil von nur noch 11,1 Prozent an der Bruttowertschöpfung zurückging. Im Deutschlanddurchschnitt verringerte es sich um 18,2 Prozent auf nunmehr 19,4 Prozent Anteil an der Bruttowertschöpfung.
Auf die Erwerbstätigkeit wirkte sich die Krise jedoch relativ moderat aus; die Zahl der registrierten Arbeitslosen am Wohnort Mecklenburg-Vorpommern war mit durchschnittlich 118 172 im Jahresverlauf 2009 so niedrig wie noch nie seit Bestehen des Landes.
Die durchschnittlichen Bruttolöhne und -gehälter waren auch 2009 mit 21 890 EUR je Arbeitnehmer wieder die bundesweit niedrigsten und erreichten nur 79,2 Prozent des Bundesdurchschnitts.
Für den Tourismus im Land setzte das Jahr 2009, wohl noch weitgehend krisenfest, mit insgesamt 6,9 Millionen Gästeankünften und 28,4 Millionen Übernachtungen eine neue Rekordmarke.
In der Landwirtschaft bestätigte Mecklenburg-Vorpommern seinen Ruf als Rapsland Nr. 1 in Deutschland. Er war von fast einer viertel Million Hektar zu ernten und brachte einen Ertrag von 45,0 Dezitonnen je Hektar.
Der Bevölkerungsstand verringerte sich weiter um 0,8 Prozent auf Ende 2009 geschätzte 1 651,2 Tausend Einwohner. Damit fiel der Bevölkerungsrückgang geringer aus als 2008. Die durchschnittliche Größe der Privathaushalte lag im 1. Halbjahr bei 2,0 Personen je Haushalt. Der Anteil der Ausländer an der Bevölkerung des Landes insgesamt betrug 1,8 Prozent und blieb damit auch 2009 weit unter dem Bundesdurchschnitt von 8,2 Prozent im Jahr 2008.
Auf Existenz sichernde finanzielle Hilfen des Staates war etwa jeder sechste Einwohner oder 15,5 Prozent der Bevölkerung Ende 2008 angewiesen. Im Vergleich dazu erhielt im Bundesdurchschnitt lediglich jeder Elfte oder 9,3 Prozent der Bevölkerung diese finanzielle Unterstützung.
Hervorragend waren auch 2009 die Betreuungsangebote für Kinder in Mecklenburg-Vorpommern: Die Betreuungsquote bei den unter 3-Jährigen lag bei 49,5 Prozent, bei den 3- bis unter 6-Jährigen bei nahezu flächendeckenden 95,1 Prozent; immerhin noch 59,5 Prozent der 6- bis unter 11-Jährigen erhielten außerhäusliche Betreuung, zumeist im Hort.
Abgerundet wird die Veröffentlichung mit einer tabellarischen Übersicht zu ausgewählten Merkmalen und Indikatoren. Die Publikation ist auch im Internet verfügbar (www.statistik-mv.de). Die Indikatorentabelle wird dort regelmäßig aktualisiert. Das Druckexemplar kann schriftlich unter der Bestellnummer Z201 2010 00 beim Statistischen Amt Mecklenburg-Vorpommern, Postfach 12 01 35, 19018 Schwerin oder per Telefax 0385 4801-4416 bzw. E-Mail statistik.vertrieb@statistik-mv.de zum Preis von 7,50 EUR zuzüglich Versandkosten bestellt werden.
Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an Herrn Dr. Dieter Gabka, Telefon 0385 4801-4726.