Nr. 13/2007 - 19.02.2007 - StatA MV - Statistisches Amt Mecklenburg-Vorpommern
Im Verarbeitenden Gewerbe (einschließlich Bergbau und Gewinnung von Steinen und Erden; Umsatzanteil: 0,6 Prozent) haben 716 Betriebe von Unternehmen mit im Allgemeinen 20 und mehr Beschäftigten im Jahr 2006 den Umsatz nach vorläufigen Angaben um 12,5 Prozent gegenüber 2005 gesteigert. Der Auslandsumsatz erhöhte sich um 37,8 Prozent und die Exportquote betrug 24,4 Prozent. Nach Mitteilung des Statistischen Amtes waren in den Betrieben im Jahresdurchschnitt 52 420 Personen beschäftigt, das sind 4,6 Prozent mehr als 2005.
Die im Jahr 2006 realisierten Umsätze von insgesamt 10,8 Milliarden EUR haben sich im Vorjahresvergleich insgesamt um 1,2 Milliarden EUR erhöht. Der Inlandsumsatz nahm um 484 Millionen EUR zu und der Auslandsumsatz um 723 Millionen. Das Verarbeitende Gewerbe hatte damit (einschließlich der Betriebe von Unternehmen mit weniger als 20 Beschäftigen) einen Anteil von gut 10 Prozent an der Wirtschaftsleistung Mecklenburg-Vorpommerns.
Industriezweige mit überdurchschnittlicher Umsatzentwicklung waren: Maschinenbau (+ 126 Millionen EUR, + 30,3 Prozent), Elektrotechnik/Elektronik, Nachrichtentechnik sowie Medizin-, Mess-, Steuer- und Regelungstechnik (zusammen: + 248 Millionen EUR, + 23,8 Prozent), Metallerzeugung und -bearbeitung, Herstellung von Metallerzeugnissen (+ 126 Millionen EUR, + 20,1 Prozent), Herstellung von Gummi- und Kunststoffwaren (+ 44 Millionen EUR, + 19,7 Prozent), Schiffbau (einschließlich Bootsbau: + 131 Millionen EUR, + 13,1 Prozent). Dem hohen durchschnittlichen Entwicklungstempo entsprach der Zuwachs des Umsatzes etwa beim Holzgewerbe (+ 101 Millionen EUR, + 11,8 Prozent). Das Ernährungsgewerbe (Umsatzanteil: 32,6 Prozent) erzielte insgesamt eine Umsatzsteigerung von 6,8 Prozent, die in einigen Branchen jedoch zum Teil beträchtlich höher war (u. a. Fleischverarbeitung: + 21,5 Prozent, Fischverarbeitung: + 11,2 Prozent, Herstellung von Getränken: + 9,4 Prozent).
Zum Teil leichte Umsatzrückgänge waren demgegenüber u. a. in der Milchverarbeitung sowie in wenigen anderen Wirtschaftszweigen zu verzeichnen, so auch bei der Herstellung von Geräten und Einrichtungen der Telekommunikationstechnik.
Die Exportquote von 24,4 Prozent wurde maßgeblich vom umsatzstarken Ernährungsgewerbe (9,0 Prozent) beeinflusst. Sie liegt aber auch in den technologieintensiven Industriezweigen mit zum Teil beträchtlichen Exportsteigerungen wie Maschinenbau (+ 112,8 Prozent, Quote: 29,5 Prozent), Elektrotechnik/Elektronik, Nachrichtentechnik sowie Medizin-, Mess-, Steuer- und Regelungstechnik (zusammen: + 25,3 Prozent, Quote: 29,0 Prozent) überwiegend deutlich unter dem jeweiligen Bundesdurchschnitt. Die hohe Steigerung des Auslandsumsatzes im Schiffbau (einschließlich Bootsbau: + 181,7 Prozent) führte dort zu einer Exportquote von 59,2 Prozent. Bei der Herstellung chemischer Erzeugnisse wurde eine Exportquote von 47,8 Prozent erreicht.
Die Beschäftigtenentwicklung (insgesamt: + 2 329 Personen, + 4,6 Prozent) war in der Mehrzahl der Wirtschaftszweige ansteigend. Insbesondere im Maschinenbau (+ 629 Personen, + 17,4 Prozent), in den Bereichen Verlags- und Druckgewerbe, Vervielfältigung (+ 158 Personen, + 4,5 Prozent), Metallerzeugung und -bearbeitung, Herstellung von Metallerzeugnissen (+ 304 Personen, + 5,3 Prozent) sowie Elektrotechnik/Elektronik, Nachrichtentechnik sowie Medizin-, Mess-, Steuer- und Regelungstechnik (zusammen: + 314 Personen, + 6,7 Prozent) konnten gegenüber dem Vorjahr zum Teil deutliche Beschäftigungszunahmen verzeichnet werden. Im Ernährungsgewerbe, dem in Mecklenburg-Vorpommern beschäftigungsstärksten Bereich (Anteil: zirka 28 Prozent), nahm der Personalbestand um 209 Personen (+ 1,5 Prozent) zu.
Ein deutlicher Personalabbau war u. a. in der Milchverarbeitung, im Verlagsgewerbe sowie bei den Herstellern von Möbeln zu verzeichnen.
Die Umsatzentwicklung war im Jahr 2006 insgesamt deutlich höher als im Durchschnitt der Vorjahre und in den Hauptbereichen des Verarbeitenden Gewerbes sehr differenziert:
Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an Herrn Hans-Peter Hasche, Telefon 0385 4801- 4430.