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Statistisches Amt Mecklenburg-Vorpommern




Pressemeldung

Nur niedrige Futterernte im Jahr 2010

Nr. 108/2010 - 26.11.2010 - StatA MV - Statistisches Amt Mecklenburg-Vorpommern

Die diesjährige Ernte des Feldfutters brachte weit unterdurchschnittliche Erträge. Nach Mitteilung des Statistischen Amtes wurde bei Silomais mit 300 Dezitonnen die niedrigste Hektarleistung seit 1994 registriert. Auch die Erntemenge vom Grünland fiel überwiegend enttäuschend aus.

Silomais, die bedeutendste Feldfutterpflanze, war 2010 in Mecklenburg-Vorpommern von 132 200 Hektar und somit von 12 Prozent des Ackerlandes zu ernten. Gegenüber dem Vorjahr wurde der Anbau um 11 Prozent ausgedehnt, seit 2003 sogar verdoppelt. Da andererseits die Viehbestände seit Jahren relativ stabil sind, ist davon auszugehen, dass ungefähr die Hälfte des Silomaises als nachwachsender Rohstoff für die Biogasanlagen genutzt wird.

Ein kaltes Frühjahr und teils extreme Vorsommertrockenheit, aber auch eine regional recht ungleiche Niederschlagsverteilung, führten dazu, dass im Landesmittel bei Silomais ein Ertrag von lediglich 300 Dezitonnen pro Hektar erzielt wurde. Noch niedrigere Hektarleistungen waren zuletzt 1994 mit 277 Dezitonnen festgestellt worden. Die Gesamterntemenge belief sich auf 3,97 Millionen Tonnen.

Körnermais, also Mais zum Ausreifen, bestätigte 2010 mit 5 000 Hektar die durchschnittliche Anbaufläche der vergangenen sechs Jahre. Sein Ertrag ist in Norddeutschland stark witterungsabhängig und betrug in diesem Jahr nur 62 Dezitonnen pro Hektar. Damit wurde der mehrjährige Durchschnitt von fast 78 Dezitonnen pro Hektar erheblich verfehlt.

Der Anbau von Feldgras, das ist der Grasanbau auf dem Ackerland, erfuhr in diesem Jahr mit 42 800 Hektar gegenüber dem Mittel der vergangenen Jahre eine Ausdehnung um fast ein Drittel. Der Ertrag mit 53 Dezitonnen Trockenmasse pro Hektar blieb hier genauso hinter dem mehrjährigen Durchschnitt von 63 Dezitonnen pro Hektar zurück.

Von den Wiesen und Weiden wurde der Aufwuchs zu 59 Prozent als Silage, zu 11 Prozent als Heu und zu 30 Prozent als Frischfutter bzw. Weide verwendet. Teilweise fand der erste Schnitt im üblichen Zeitraum nicht statt, sodass die Ertragsleistung des Grünlandes gleichfalls beträchtlich unter den Erwartungen blieb.

Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an Herrn Dr. Dieter Gabka, Telefon 0385 4801-4726.

Anlagen:

108-2010-Futterernte-Anlage.pdf (PDF-Dokument, 25 KB)

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