Direkt zum Inhalt, Accesskey 1, Direkt zur Hauptnavigation, Accesskey 2

Statistisches Amt Mecklenburg-Vorpommern




Pressemeldung

Mehr Pflegebedürftige: 70 Prozent zu Hause betreut

Nr. 11/2007 - 08.02.2007 - StatA MV - Statistisches Amt Mecklenburg-Vorpommern

Im Dezember 2005 waren 51 168 Menschen in Mecklenburg-Vorpommern pflegebedürftig. Gegenüber der vorherigen Umfrage im Jahr 2003 ist nach Feststellung des Statistischen Amtes die Zahl der Pflegebedürftigen weiter um 5 Prozent angestiegen. Damit erhalten hierzulande 3 Prozent der Bevölkerung Pflegeleistungen auf der Grundlage des Pflegeversicherungsgesetzes.

70 Prozent der pflegebedürftigen Personen wurden zu Hause betreut und 30 Prozent lebten in Pflegeheimen.

Nahezu vier Fünftel aller pflegebedürftigen Personen in Mecklenburg-Vorpommern waren 2005 älter als 65 Jahre, dabei überwiegt der Anteil der Frauen mit 72 Prozent deutlich.

Die Mehrzahl der Pflegebedürftigen, und zwar 70 Prozent bzw. 35 779 Personen, wurde zu Hause betreut. Von ihnen erhielten 23 399 Personen (46 Prozent) ausschließlich Pflegegeld, da sie in der Regel allein durch Angehörige zu Hause versorgt wurden. Weitere 12 380 Personen (24 Prozent) wurden zwar auch zu Hause, aber teilweise oder vollständig durch einen der 397 ambulant tätigen Pflegedienste betreut. 15 389 Personen (30 Prozent) lebten in einem der insgesamt 245 Pflegeheime Mecklenburg-Vorpommerns.

Die Nachfrage nach ambulanter Unterstützung bei Pflegebedürftigkeit hat weiter zugenommen. So ist die Zahl der Pflegebedürftigen, die 2005 Leistungen ambulanter Pflegedienste in Anspruch nahm, mit einem Zuwachs von 8 Prozent gegenüber 2003 am deutlichsten gestiegen. Im Vergleich dazu erhöhte sich die Zahl der in Pflegeheimen betreuten Personen ebenso wie die der Pflegegeldempfänger jeweils um 4 Prozent.

Im Dezember 2005 erhielten 52 Prozent der Pflegebedürftigen die Pflegestufe I. Bei 37 Prozent wurde die Pflegestufe II, schwer pflegebedürftig, bewilligt. 11 Prozent waren schwerstpflegebedürftig und erhielten Leistungen der Pflegstufe III. Von den Schwerstpflegebedürftigen lebten über 51 Prozent in Pflegeheimen.

In allen Pflegestufen war ein weiterer Anstieg der Empfänger von Pflegeleistungen zu verzeichnen. Besonders deutlich, mit einem Plus von 7 Prozent, hat sich seit 2003 die Zahl der Pflegebedürftigen der Pflegestufe I erhöht, etwas geringer mit 4 Prozent fiel der Zuwachs bei den Personen mit Pflegestufe II aus. Dagegen ist die Zahl der Pflegebedürftigen mit der Pflegestufe III nahezu konstant geblieben (+ 0,3 Prozent).

Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an Frau Gabriele Kleinpeter, Telefon 0385 4801-4718.

Druckversion (PDF)

zurück

Zusatzinformationen

Statistik - Portal
Online-Datenerhebung

Datenbanken

Übersicht

Mecklenburg-Vorpommern / MV tut gut