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Statistisches Amt Mecklenburg-Vorpommern




Pressemeldung

Teuerungsrate im April 2012 mit 2,2 Prozent leicht abgeschwächt

Nr. 26/2012 - 02.05.2012 - StatA MV - Statistisches Amt Mecklenburg-Vorpommern

Im April 2012 war die Inflationsrate mit 2,2 Prozent im Vergleich zum April 2011 geringfügig niedriger als in den vorangegangenen drei Monaten, in denen sie bei jeweils 2,4 Prozent lag. Nach Mitteilung des Statistischen Amtes spürten die Verbraucher wohl dennoch kaum eine Entspannung, weil bei wichtigen Positionen die Preissteigerung weit überdurchschnittlich blieb. So stiegen die Aufwendungen für Energie zum Vorjahresmonat im April um 5,6 Prozent, im März waren es 6,2 Prozent.
Das Gesamtpreisniveau zum Basisjahr 2005 (= 100) erhöhte sich im April auf 115,6 Prozent.

Überdurchschnittlich verteuerten sich im April Nahrungsmittel und alkoholfreie Getränke mit 3,3 Prozent. Auffallend waren hier Fische und Fischwaren, für die fast 10 Prozent mehr bezahlt werden mussten. Gemüse jedoch war im Jahresvergleich um 4,9 Prozent, im Monatsvergleich um 3,7 Prozent billiger. Bei einzelnen Positionen blieb das anhaltend hohe Preisniveau erhalten, so bei Weizenmehl, Zucker und Margarine.

Alkoholische Getränke und Tabakwaren zogen im Preis weiter an, gegenüber dem Vorjahr um 4,5 Prozent, darunter Tabakwaren sogar um 6,4 Prozent. Zwar gleichfalls überdurchschnittlich, im Vergleich zu den Vormonaten jedoch moderat, gestaltete sich die Preisentwicklung mit + 3,9 Prozent bei Bekleidung und Schuhen.

Auch im April sorgten vor allem die Energiekosten dafür, dass die Inflationsrate mit 2,2 Prozent wiederum über den finanzpolitisch bedeutsamen Schwellenwert von 2,0 Prozent stieg; darunter lag sie letztmals im Dezember 2010. Ohne Einbeziehung der Energie betrug die Inflationsrate 1,8 Prozent. Der Energieindex allein erhöhte sich um 5,6 Prozent. Positiv auf den Gesamtindex der Verbraucherpreise wirkten sich hingegen die Wohnungsmieten einschließlich der Wohnnebenkosten aus, die am imaginären Warenkorb des Verbrauchers immerhin einen Anteil von fast 24 Prozent haben und für die lediglich ein Index von 0,6 Prozent ausgewiesen werden konnte.

Bei Kraftstoffen erreichte die Preissteigerung mit 7,9 Prozent zum Vorjahr nicht ganz das Ausmaß des Vormonats von 8,1 Prozent. Für Super mussten 8,5 und für Diesel 5,9 Prozent mehr bezahlt werden. Im Monatsvergleich waren die Kraftstoffe um 1,4 Prozent teurer. Die Preisentwicklung bei Kraftstoffen zum Basisjahr 2005 (= 100) überschritt erstmals 140 Prozent, d. h. im April 2012 war das Betanken eines Kraftfahrzeugs um 40 Prozent teurer als im Jahr 2005.

Anhaltend verbraucherfreundlich blieben auch im April, unmittelbar vor der Umstellung vom Analog- zum Digitalfernsehen, die Preise für Erzeugnisse und Leistungen rund um die Nachrichtenübermittlung. Sie sanken im Jahresvergleich weiter um 1,4 Prozent und kosteten durchschnittlich rund 15 Prozent weniger als im Basisjahr 2005.

Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an Herrn Dr. Dieter Gakba, Telefon 0385 588-56044.

Anlagen:

026-2012-Preise-April-Anlage.pdf (PDF-Dokument, 26 KB)

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