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Statistisches Amt Mecklenburg-Vorpommern




Pressemeldung

Zunehmend mehr erneuerbare Rohstoffe aus Mecklenburg-Vorpommerns Wäldern

Nr. 50/2008 - 04.06.2008 - StatA MV - Statistisches Amt Mecklenburg-Vorpommern

Die verstärkten Bemühungen um die nachhaltige Nutzung nachwachsender Rohstoffe zeigen auch in der heimischen Forstwirtschaft sichtbare Ergebnisse. Nach Mitteilung des Statistischen Amtes hat sich seit 1993 der Holzeinschlag von 1,47 Millionen Festmetern auf 1,71 Millionen Festmeter im Jahr 2007 erhöht. Beträchtliche Steigerungen gibt es beim Holz für eine energetische Verwertung.

Die Steigerung des Holzeinschlags in den vergangenen 15 Jahren erfolgte nicht kontinuierlich. Einem Tiefpunkt von nur 1,09 Millionen Festmetern im Jahr 1996 steht ein Spitzenwert von 1,90 Millionen Festmetern im Jahr 2006 gegenüber.

Die Zusammensetzung der eingeschlagenen Holzmengen ist der aktuellen Baumartenzusammensetzung und Altersverteilung der heimischen Wälder geschuldet. Kiefer und Lärche haben seit 1993 im Durchschnitt einen Anteil von knapp 51 Prozent am gesamten Holzaufkommen, gefolgt von der Buche und anderen Laubhölzern mit zusammen fast 25 Prozent. Die Eichen tragen nur 5 Prozent zum Holzaufkommen bei. Das Verhältnis Nadel- zu Laubholz für den Berichtszeitraum beträgt 71 zu 29.

Offensichtlich beeinflusst durch die derzeitigen Rohölpreise, steigt besonders der Holzanteil für eine energetische Verwertung. Dennoch überwiegt nach wie vor die stoffliche Verwertung des Holzes. Anteilmäßig nahmen Stammholz und Industrieholz zusammen 85 Prozent des Holzeinschlags im Jahr 2007 ein. Verglichen mit 1993 ist dies lediglich eine Steigerung von 1 Prozent. Demgegenüber steht mehr als eine Verdoppelung im Bereich des Brenn- und Energieholzes, dessen Anteil von 6 Prozent im Jahr 1993 auf 14 Prozent im Jahr 2007 zunahm.

Auch wenn im Bundesdurchschnitt die Forstwirtschaft nur zu 0,1 Prozent zur Bruttowertschöpfung der Volkswirtschaft beiträgt, so ist doch die mit Zahlen nicht quantifizierbare ökologische Wertschöpfung beachtlich. Eine zeitlich verlängerte Kohlenstoffdioxidspeicherung in den Holzprodukten, die Substitution energieaufwändig herzustellender Materialien durch Holz und nicht zuletzt auch der Ersatz fossiler Energieträger durch Holz sind ein wichtiger Beitrag dazu.

Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an Herrn Dr. Dieter Gabka, Telefon 0385 4801-4726.

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