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Statistisches Amt Mecklenburg-Vorpommern




Pressemeldung

Treibhausgasemissionen im Land vergleichsweise gering

Nr. 92/2009 - 04.12.2009 - StatA MV - Statistisches Amt Mecklenburg-Vorpommern

Die Emissionen der wichtigsten Treibhausgase Kohlendioxid, Methan und Distickstoffoxid (Lachgas) summierten sich in Mecklenburg-Vorpommern im Jahr 2005 auf 17 Millionen Tonnen Kohlendioxid-Äquivalenten. Das waren nur 1,8 Prozent der Emissionen in Deutschland. Anlässlich der UN-Klimakonferenz in Kopenhagen vom 7. bis 18. Dezember 2009 teilt das Statistische Amt weiter mit, dass der Ausstoß der genannten Treibhausgase in Mecklenburg-Vorpommern im Zeitraum 1995 bis 2005 um 4,5 Prozent zurückgegangen ist (Deutschland: - 11 Prozent).

Die durch den Menschen verursachten Treibhausgasemissionen entstehen vorwiegend bei der Verbrennung fossiler Energieträger wie Kohle, Erdöl und Erdgas, bei der Stromerzeugung und im Stra­ßenverkehr. Sie treten aber auch bei nichtenergetischen Aktivitäten auf, beispielsweise beim Umgang mit Lösungsmitteln, beim Einsatz mineralischer Düngemittel oder bei der Viehhaltung, und werden bei Produktionsprozessen, wie bei der Zement- und Kalkherstellung, freigesetzt.
Die Kohlendioxid-Emissionen der Bundesländer werden im Rahmen des Länderarbeitskreises Energie­bilanzen nach abgestimmter Methodik berechnet und veröffentlicht (http://www.lak-energiebilanzen.de). Für Mecklenburg-Vorpommern stehen Ergebnisse bis 2005 zur Verfügung. Der Arbeitskreis Umweltökonomische Gesamtrechnungen der Länder (AK UGR der Länder) veröffentlicht darüber hinaus vergleichbare Ergebnisse zu den Methan- und Distickstoffoxid-Emissionen der Bundesländer ab 1995 unter http://www.ugrdl.de. Die übrigen im Kyoto-Protokoll genannten Stoffgruppen machen deutschlandweit zusammen nur knapp 2 Prozent der gesamten Treibhausgasemissionen aus.

In Mecklenburg-Vorpommern wurden im Jahr 2005  10,2 Millionen Tonnen Kohlendioxid in die Atmo­sphäre emittiert, davon kamen 37 Prozent aus dem Sektor Energiegewinnung, 31 Prozent aus dem Verkehr, 28 Prozent aus dem Bereich Haushalte, Kleingewerbe, Handel und Dienstleistungen sowie 5 Prozent aus der Industrie. Rein rechnerisch waren das zusammen 6 Tonnen je Einwohner (Deutschland: insgesamt knapp 11 Tonnen je Einwohner), umfassten aber nur 1 Prozent der gesamten Kohlendioxid-Emissionen in Deutschland.
Von relativ größerer Bedeutung ist in Mecklenburg-Vorpommern dagegen der Ausstoß von Distickstoff­oxid (Anteil an Deutschland 2006: 10 Prozent) und Methan (Anteil: 4 Prozent). Distickstoffoxid (Lachgas) wird vorwiegend bei der landwirtschaftlichen Bodennutzung emittiert. Im Jahr 2006 wurden 16 521 Ton­nen abgegeben (5,1 Millionen Tonnen Kohlendioxid-Äquivalente), mit leicht steigender Tendenz in den ver­gangenen 10 Jahren.  Methan entsteht unter anderem in der Landwirtschaft (Viehhaltung), in der Ab­fallwirt­schaft und bei der Abwasserentsorgung. Im Jahr 2006 wurden im Land insgesamt 77 662 Ton­nen Me­than emittiert (1,6 Millionen Tonnen Kohlendioxid-Äquivalente), die Methanfreisetzung ist aber gegenüber 1995 um mehr als ein Drittel zurückgegangen.

Im Rahmen der internationalen Vereinbarungen zum Klimaschutz hat sich Deutschland verpflichtet, seine Emissionen der sechs im Kyoto-Protokoll genannten Treibhausgase und Treibhausgasgruppen bis zum Zeitraum 2008 bis 2012 gegenüber dem Jahr 1990 um 21 Prozent zu reduzieren. Mit dem Klima­schutzpaket der Bundesregierung von 2007 soll eine weitere Reduzierung der Emissionen bis 2020 um 40 Prozent gegenüber 1990 erreicht werden. Wichtigstes Ziel der UN-Klimakonferenz im Dezember 2009 in Kopenhagen ist der Abschluss eines Kyoto-Folgeabkommens mit verbindlichen Festlegungen zur Emissionsminderung nach 2012.

Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an Frau Birgit Weiß, Telefon 0385 4801-4431.

Anlagen:

092-2009-Treibhausgase-Anlage.pdf (PDF-Dokument, 26 KB)

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